Kabeltrassenplanung Konieczny
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E-Mobilität Teil 2.

Laternenstromtanken-ein paar Anmerkungen

Was haben Strassenlaternen mit E-Autos zu tun? Auf dem ersten Blick vielleicht wenig, aber in Zukunft bestimmt viel. Nicht jeder hat die Möglichkeit, sein Auto zu Hause aufzuladen, weil sie eine eigene Stromsteckdose (z.B. Wallbox) haben. Hier müssen in Zukunft zusätzliche Ladestationen geschaffen werden. Eine vielversprechende Lösung können Strassenlaternen sein, die reichlich vorhanden sind und über einen Stromanschluss verfügen. Das Problem ist die Stromtragfähigkeit der Zuleitungskabel, die ja momentan nur auf die Versorgung der Strassenlaternen ausgelegt ist. Falls es nicht möglich ist, die Kabel entsprechend zu ertüchtigen, muss über den Gleichzeitigkeitsfaktor und Abfall der Spannung die Strommenge begrenzt werden. Das heisst, je mehr Autos gleichzeitig an einem Leitungsstromkreis aufladen, umso stärker muss die Ampereleistung gedrosselt werden. Falls noch nicht vorhanden, muss so eine Regelung in den Laternenstromtankstellen implementiert werden, um eine Überlastung der Leitungen zu verhindern. Sollte das Laternenstromtanken gewollt werden, sind hier für die Ertüchtigung (Querschnittsvergrösserung) der Leitungen zu den Ladestationen enorme Anstrengungen beim Verlegen und Austausch der Leitungen und Trafos nötig.


E-Mobilität: politische Aspekte


Die öffentliche Diskussion über die E-Mobilität geht meiner Meinung voll an den vorhandenen alltagsbedingten Problemen vorbei und werden eigentlich immer nur als Nebensache behandelt-oder anders ausgedrückt: Wen interessieren Details?


Diese sind Ladestationen gepaart mit der Reichweite und der Verfügbarkeit der zu kaufenden Autos zu vernünftigen Preisen.

Der politische Einfluß auf die Verkehrswende vom klassischen Verbrennungsmotor hin zum emmissionsarmen E-Auto sind in der oben genannten Rechnung ersichtlicht. Bei den geringen Einsparungen zwischen Verbrennern und E-Autos ist kaum ein finanzielles Argument enthalten, um normale Autofahrer zum Umstieg zu gewinnen. Die finanziellen Anreize über die steuerliche 0,5%-Dienstwagenregelung, der verringerten KFZ-Steuer oder der Mitbenutzungsregel auf Taxi- und Bussspuren ist minimal. Erst wenn der Abstand zwischen fossilen Brennstoffen und Strom für die Mobilität so groß geworden ist, das es für den normalen Verbraucher und Berufspendler finanziell lohnenswert ist, wird der Umstieg Fahrt aufnehmen. Das Thema CO2-Steuer ist hierbei ein wichtiger Aspekt.


Reisebericht

Auf meiner letzten Reise quer durch Belgien, Frankreich und Luxemburg hatte ich natürlich auch versucht, Strom zu tanken. Das ist mir jedoch leider nicht gelungen. Gründe waren belegte Stromtankstellen im Parkhaus von Luxemburg, nicht akzeptierte Kreditkarten in Frankreicht an den Ladesäulen und in Hinterzarten und nicht vorhandene Lademöglichkeiten. Bei einer Gesamtfahrstrecke von ca. 2000km konnte ich trotzdem mittels Rekuperation ca. 200km elektrisch fahren. Hätte ich einen reinen Stromer gehabt, wäre diese Fahrt eine logistische Herausforderung gewesen und ist für den normalen Alltagsgebrauch inakzeptabel.


E-Mobilität: Sprit-(Energie-) Verbrauch

Bezüglich des Enerieverbrauchs von E-Autos wird zur Zeit viel in den Medien berichtet und diskutiert. Zuerst einmal ist festzuhalten, das man bei einem E-Auo und speziell bei einem Hybrid am besten von einem Gesamtenergieverbrauch sprechen sollte. Der setzt sich aus dem Mix von Treibstoff (Gas, Benzin, Diesel) und der elektrischen Energie in der Batterie zusammen. Der Anteil am Verbrauch ist sehr individuell und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Diese sind:

-Fahrzeuggewicht

-Geschwindigkeit

-Motoreffizienz (Motorenspezifisch)

-cW Wert (Fahrzeugspezifisch)

-Beschleunigungs- und Bremsvorgänge (allgemeine Fahrweise)

-Betriebstemperatur Motor (gilt nur für Verbrennungsmotore)

-sonstige Verbraucher (z. B. Heizung, Beleuchtung, Radio)

Die Aufzählung erhebt keinen Aunspruch auf Vollständigkeit.


Die wichtigsten Kenngrößen sind naturgemäß Fahrzeuggewicht und Geschwindigkeit.


Bezüglich des Gewichts besagt eine Faustformel, das ca. 100kg Fahrzeuggewicht in etwa 0,1 Liter Spritverbrauch auf 100km entspricht. Das heisst, ein leichtes Fahrzeug verbraucht weniger Energie als ein scheres.


Die Geschwindigkeit hat einen erheblichen Einfluss auf den Verbrauch, da diese mit dem Quadrat in den fahrtwindabhängigen Verlust eingeht.


Ein Gedankenexperiment vorweg für die weitere Betrachtung:

1) Wenn ein Auto steht, verbraucht es im Normalfall keinen Energie/Treibstoff. Das ist der Minimalverbrauch und der ist gleich 0, (*)bis auf den Fall, daß das Fahrzeug bei Rot an einer Ampel, im Stau oder bei Leerlauf geparkt ist.

2) Ein Auto fährt mit Vollgas bei Höchstgeschwindigkeit im Dunkeln (Beleuchtung) und kaltem Winter (Heizung) direkt nach dem Motorstarten (kalter Motor nd mit maximaler Zuladung- Maximaler Verbrauch.


Zwischen den beiden Extremen 1 (Ausnahme:*) und 2 wird sich der reale Verbrauch einstellen.

Dazwischen gibt es unendlich viele Verbrauchwerte, die es im einzelnen zu betrachten und zu optimieren gilt.


(in weiterer Bearbeitung)


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