Kabeltrassenplanung Konieczny
Das Forum für alle am Thema der Kabeltrassenplanung und dem Kabelrouting interessierte Firmen und Planer

Allgemeines

 

KT-Planung ist eine Pflanze, die im normalen Anlagenbau oft im Verborgenen gedeiht. Mehr im Focus der Gesamtanlagenplanung steht naturgemäss die Verrohrung oder andere Gewerke.

 

Die mit der Kabeltrassenplanung verwandten Gewerke der TGA (Technische Gebäudeausrüstung) sind Heizung, Klima- und Lüftung (kurz: HKLS), sowie die Rohrleitungsplanung. Darüber hinaus gibt es noch die Bau- / Fundamentplanung,  Brandschutz, den Stahlbau, die gewerkeübergreifende Gesamtanlagenplanung, ect.

 

Anhand der Auflistung der unterschiedlichen Anzahl der Gewerke kann man erahnen, das es bezüglich der Schnittstellen untereinander mitunter ein grosses Konfliktpotential gibt.

 

Freileitungstrassen, Erdverkabelungen, Stromschienen 

 

Mit den Kabeltrassen, um die es sich im diesem Beitrag handelt, sind die sind Freileitungstrassen, Stromschienen und Erdverkabelungen entfernt verwandt. Allen gemein ist die Haltermöglichkeit von Kabeln und Stromleitern, jedoch in unterschiedlichen Halterungsarten. Sie sollen hier nur aufgelistet werden, um eine allgemeine Unterscheidung zu ermöglichen. 

 

Freileitungen 

Freileitungen sind die oberirdisch verbauten Kabeltragsysteme, die meist unübersehbar in der Landschaft in Form der Stahlgittermasten erkennbar sind. In ländlichen Gebieten sind das manchmal auch nur einfache Holzpfosten, an die die Kabel angehängt werden. Freilandtrassen, sehen zwar nicht immer schön aus, ermöglichen jedoch eine kostengünstige Stromverteilung über weite Strecken. 

 

Erdkabel 

Erdkabel werden im Boden verlegt, indem ein offener Graben gebuddelt wird, in dem dann die Kabel hineingelegt werden. Bei hohen Spannungen und dicken (teuren) Kabeln werden die Kabel zum mechanischen Schutz in Leerrohre (Conduits) oder in Kabelkanäle verlegt. Aufgrund der notwendigen Beton- und Erdarbeiten ist diese Verlegeart sehr teuer.

 

Stromschienen

Ähnlich wie Kabel, die auf Kabeltrassen gelegt werden, transportieren Stromschienen sehr hohe Stromstärken von einer Spannungshauptverteilung in die Nähe der Verbraucher. Die Anbindung der Stromschienen an die Unterverteiler, Motore oder andere Verbraucher geschieht über Anschlusskästen, die auf den Stromschienen sitzen und von denen Abgangskabel wiederum ins Feld über Kabeltrassen geleitet werden. Stromschienen bestehen im wesentlichen aus parallel angeordneten und voneinander isolierten Metallplatten, (Al, Cu) die starr in einem Schutzrahmen montiert sind. Aufgrund ihres grossen Querschnitts können sehr hohe Stromstärken über weite Wege transportiert werden. Bauartbedingt sind Stromschienensysteme in der Herstellung, Planung und Montage recht aufwändig, teuer, starr und erlauben kaum Spielraum beim Einbau. Sie dienen lediglich zur Überbrückung grosser Wege und erlauben keinen direkten Anschlusss an einen Verbraucher.

Der Kabeltrassenplaner-Anlagenplaner mit einer grossen Portion Wissen über Elektromontage

 

Kabeltrassenplanung ist ein klassisches Feld für Schnittstellenprobleme, denn hier trifft der Anlagenplaner auf die Belange der Elektromontage. Das Spektrum des Anforderungsprofils eines modernen Kabeltrassenplaners ist recht gross und umfasst die eines  3D-CAD-Spezialisten, Anlagenplaners, Maschinenbau-, Stahlbau-, Bau- und Elektroingenieurs, Datenbankspezialisten, Schnittstellenkoordinators und Einkäufers. Er muss teamorientiert und komunikationsfreudig sein und darüber hinaus sehr pedantisch, nullfehlertolerant und konfliktbereit gegenüber seiner Führungskraft, den Unterlieferanten / zuarbeitenden Abteilungen auftreten. Einzelkämpfer und verschrobene Individualisten sind hier absolut fehl am Platz. Da es naturgemäss solche Spezialisten nicht im Übermass gibt, muss man bezüglich der Ausbildung und Schulung anfangs viel Zeit und Geld investieren, will man bei konkreten Projekten erfolgreich sein.

 

Das Bild unten zeigt beispielhaft eine 3D-Planung einer Anlagenkomponente. Die ankommende Kabelpritsche und die verbindenden Rohrleitungen sind gut erkennbar, die einzelnen Komponenten werden zwecks Kollisionserkennung schematisch in ihren Grundabmessungen dargestellt und sind sowohl detail- als auch masstabsgerecht dargestellt.

 

 

 

 

 

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